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Hausaufgaben beim Schulbau gemacht – Verwaltung weist Kritik von CDU und Grünen als haltlos zurück
25.03.2025
Der aktuelle Sachstand zum Kamp-Lintforter Schulentwicklungsplan steht heute auf der Tagesordnung des Haupt- und Finanzausschusses und am 8. April im Rat. Dabei geht es um den weiteren Ausbau der Schulstandorte
Derzeit in Bau befindet sich der Anbau der Ebertschule für ca. 6 Mio. €. In Planung und ab 2025/26 in Bau sind eine neue Mensa für die Sekundarschule (4,4 Mio. €), eine Erweiterung der Mensa an der Grundschule am Niersenberg (1,3 Mio. €) und ein Anbau an der UNESCO-Schule (9 Mio. €). Als weitere Maßnahmen sind bei entsprechenden Fördermitteln Erweiterungen an der Grundschule am Pappelsee (4 Mio. €) und der Ernst–Reuter–Grundschule (2,2 Mio. €) vorgesehen.
„Wir haben unsere Hausaufgaben beim Schulbau gemacht“, bringt es Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt auf den Punkt. Das Land dagegen habe entgegen früheren Versprechen keine weiteren Förderprogramme für den Schulbau aufgesetzt. „Wir können nur hoffen, dass von den neuen Infrastruktur-Milliarden des Bundes ausreichend Geld auf der kommunalen Ebene ankommt“, so Landscheidt weiter. Dann könnten auch die Maßnahmen mit Fördervorbehalt unverzüglich umgesetzt werden.
Wie viele andere Städte auch verzeichnete Kamp-Lintfort in den letzten Jahren erhöhte Einschulungszahlen durch erhöhte Geburtenraten und Zuzüge. Derzeit gehen die Geburtenraten aber wieder deutlich zurück; durch die lahmende Baukonjunktur gibt es auch deutlich weniger Zuzüge. Auch die Einschulungszahlen werden deshalb ab dem Schuljahr 2027/28 wieder zurückgehen.
Die Jahrgänge mit erhöhten Schülerzahlen werden – so der Schulentwicklungsplan – durch Mehrklassen in Grundschulen und weiterführenden Schulen aufgefangen. Die notwendigen Voraussetzungen dafür wurden und werden durch die genannten Baumaßnahmen geschaffen. „Vorübergehend wird es vermehrt vorkommen, dass Schülerrinnen und Schüler nicht ihre Wunschschule besuchen können“, so Dr. Christoph Müllmann, Schuldezernent. Das müsste man aber in Kauf nehmen, denn andernfalls würden mittel- und langfristig Überkapazitäten geschaffen. Ab dem Schuljahr 2027/28 bei den Grundschulen und 2031/32 bei den weiterführenden Schulen werde sich die Raumsituation sukzessive wieder entspannen. „Wir können dann weitestgehend den hohen Standard der Kölner Schulbauleitlinie mit den dort vorgesehenen Differenzierungs- und Nebenräumen erfüllen“, so Müllmann weiter.
CDU und Grüne hatten dagegen aktuell drei Anträge für weitere Schulbaumaßnahmen gestellt. „Die mit den Anträgen verbundene Kritik, die Verwaltung habe die Entwicklung verschlafen, ist geradezu grotesk“. findet Müllmann, „zumal nicht mit einem Wort erläutert wird, wo die zusätzlichen Millionen herkommen sollen.“ Die Verwaltung habe den Ausbau und die Modernisierung der Schullandschaft über Jahre systematisch geplant. Diese Planungen seien seit 2017 durch einstimmige Beschlüsse in den Gremien der Stadt begleitet worden, so auch zur letzten Aktualisierung des Schulentwicklungsplans 2023.
(Presseinformation der Stadt Kamp-Lintfort vom 25.03.2025, www.kamp-lintfort.de)
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