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Ausstellung des Georg-Forster-Gymnasiums im Rahmen des Festjahres 900 Jahre Kloster Kamp

Ausstellungseröffnung am 12.02.2023 um 12 Uhr

Wie in vielen Klöstern wurden auch im Kloster Kamp Handschriften kopiert und dabei besonders reich ausgeschmückt. In mittelalterlicher Buchmalerei wurden meist vor allem die Anfangsbuchstaben der Kapitel, die Initialen, besonders kunstvoll mit vielen Verzierungen und häufig auch mit kleinen bildlichen Darstellungen gestaltet. In Analogie dazu setzen die Schülerinnen und Schüler der 10 Klassen den Anfangsbuchstaben ihres Namens als Kunstwerk in Szene.

In den 1980er Jahren experimentierte der 1937 geborene britische Künstler David Hockney mit dem collageartigen Zusammenfügen von Fotos. In diesen Arbeiten, die er „Joiner“ nennt, setzt er eine Situation oder ein Geschehen aus vielen verschiedenen Einzelbildern zusammen. So entsteht eine mehrperspektivische Darstellung, in denen auch der Aspekt Zeit eine Rolle spielt, da die Einzelbilder auch häufig verschiedene Phasen einer Bewegung abbilden.

Mit dem Verfahren des „Joiners“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 mit dem Kloster Kamp und dem Klostergarten auseinander, um so neue Eindrücke des vertrauten Ambientes zu ermöglichen.

Kloster Kamp als eine Symbiose von Kultur und Natur ist allen Kamp-Lintforter Kindern ein Begriff. Die Kinder erleben das Kloster Kamp zunächst als Naherholungsgebiet mit Bewegungs- und Spielmöglichkeiten. Sie erobern den Spielplatz und entdecken die Natur. Angefangen vom Bestaunen der angelegten Beete (Kultur) bis hin zur Obstbaumwiese und dem Insektenhotel. In Kirchen und Klöstern fallen Kindern oft zuerst die großen und anders geformten, oft auch mit farbigen Mosaikbildern gestalteten Kirchen- und Klosterfenster auf.

Diese beiden Aspekte/ Assoziationen fließen in die entstehenden Baum-Mobiles der Schülerinnen und Schüler der 5 Klasse mit ein. Die Einzelformen entstehen aus Schmelzgranulat, das in selbst gebogene Drahtformen gefüllt und anschließend zu einem Baum-Mobile zusammengefügt wird. Da die Schulgemeinschaft kulturell und religiös vielfältig zusammengesetzt ist, fließen Symbole aller Religionen, Kulturen und Symbole des Friedens, wie die Taube, in das gemeinsame Werk mit ein. Der Baum als solches nimmt im gemeinsamen Werk ebenfalls eine zentrale Rolle ein. Nicht nur im ersten Buch der Bibel ist vom „Baum des Lebens“ und dem „Baum der Erkenntnis von Gut und Böse“ in der Mitte des Garten Eden die Rede. Auch als Verbindung sowie Synthese von Himmel und Erde kommt ihm eine zentrale symbolische Bedeutung in vielen Kulturen zu.

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Datum 12.02.2023 bis 26.03.2023
OrtOrangerie
Terrassengarten Kloster Kamp
47475 Kamp-Lintfort
Preis / KostenÖffnungszeiten: sonntags von 12 bis 16 Uhr
KategorieAusstellung, Bildende Kunst
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